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Startseite/News/Cookie-Banner in Österreich: Ablehnen muss gleich leicht sein
CookiesDSGVO

Cookie-Banner in Österreich: Ablehnen muss gleich leicht sein

Von TrustYourWebsite Editorial24. Mai 20263 Min. Lesezeit

Quelle: DSB

Wenn Ihr Cookie-Banner einen großen "Akzeptieren"-Button hat und das Ablehnen irgendwo versteckt ist, dann ist das in Österreich ein Problem. Die Datenschutzbehörde hat dazu eine klare Linie.

Die DSB verlangt, dass auf der ersten Ebene des Banners neben "Akzeptieren" eine optisch gleichwertige Möglichkeit vorhanden ist, das Banner auch ohne Einwilligung zu schließen. Im Klartext: Keine Benachteiligung des Ablehnens durch zusätzliche Klicks oder versteckte Gestaltungswege. Cookies sind bei der DSB ein echter Dauerbrenner, und die Anforderungen sind über die Jahre strenger geworden.

Das betrifft nicht nur große Medienhäuser. Es betrifft jede Website, die mehr als technisch notwendige Cookies setzt, also auch die meisten kleinen Firmenseiten.

Worum es genau geht

Die rechtliche Grundlage liegt in Österreich beim Telekommunikationsgesetz, konkret bei den Regeln zu Speicherung und Zugriff auf Endgeräten, ergänzt durch die DSGVO für die Einwilligung. Die Kernfrage ist immer dieselbe. Hat der Nutzer eine echte freie Wahl?

Eine echte Wahl heißt: Ablehnen ist genauso einfach wie Zustimmen. Beide Optionen stehen auf derselben Ebene, gleich sichtbar, gleich erreichbar. Ein "Akzeptieren"-Button in kräftiger Farbe und daneben nur ein blasser Link "Einstellungen", hinter dem sich das Ablehnen verbirgt, erfüllt das nicht.

Der häufigste Fehler

Neben dem ungleichen Banner gibt es einen zweiten, der noch öfter vorkommt. Tracker, die schon laden, bevor überhaupt jemand auf etwas geklickt hat.

Ein eingebettetes YouTube-Video, Google Analytics oder ein Meta-Pixel starten oft sofort beim Öffnen der Seite. Damit ist die Einwilligung praktisch wertlos, weil die Daten schon geflossen sind, bevor der Nutzer entscheiden konnte. Das ist technisch das gleiche Problem, das Aufsichtsbehörden in ganz Europa immer wieder beanstanden.

Die DSB reagiert hier zunehmend mit konkreten Anweisungen. Wer eine solche Anweisung bekommt und nicht fristgerecht umsetzt, riskiert ein Bußgeld. Das österreichische DSG sieht zusätzlich zu den DSGVO-Bußgeldern eigene Verwaltungsstrafen vor.

So prüfen Sie Ihre Seite

Den ungleichen Button sehen Sie selbst, wenn Sie Ihre Seite mit frischen Augen öffnen. Den zweiten Fehler nicht, denn er passiert im Hintergrund.

Mit unserem kostenlosen Scanner sehen Sie, was Ihre Seite vor dem ersten Klick lädt. In dreißig Sekunden zeigt er, welche Tracker starten und wann, ohne Anmeldung.

Häufige Fragen

Braucht meine kleine Firmen-Website in Österreich ein Cookie-Banner?

Ja, wenn Ihre Seite nicht notwendige Cookies setzt, etwa für Analyse oder Werbung. Dann brauchen Sie eine Einwilligung, bevor diese Cookies laden.

Muss der Ablehnen-Button genauso aussehen wie der Akzeptieren-Button?

Er muss optisch gleichwertig und auf derselben Ebene erreichbar sein. Ein versteckter Link oder ein zusätzlicher Klick, nur um abzulehnen, erfüllt die Anforderung der DSB nicht.

Sanktioniert die DSB auch kleine Unternehmen?

Ja. Cookie-Verstöße sind ein wiederkehrendes Thema. Die DSB erteilt oft zuerst eine konkrete Anweisung. Wer diese ignoriert, riskiert ein Bußgeld.

Was ist der häufigste Cookie-Fehler?

Tracker, die vor der Einwilligung laden. Ein eingebettetes Video oder ein Analyse-Skript startet oft sofort beim Seitenaufruf, obwohl das erst nach der Zustimmung erlaubt ist.

Reicht es, wenn ich nur einen "Akzeptieren"-Button anzeige?

Nein. Ohne gleichwertige Ablehnen-Option ist die Einwilligung nicht freiwillig und damit unwirksam.


Sie wissen nicht, was Ihre Seite vor dem Klick lädt? Scannen Sie Ihre Website kostenlos, Ergebnis in dreißig Sekunden.

Weiterlesen:

  • Cookie-Einwilligung nach TKG 2021
  • Was in Ihre Datenschutzerklärung gehört
  • Kostenloser Cookie- und Compliance-Scanner
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